Aktuelles

Die Kirchengemeinden der Region Süd des Ev. Kirchenkreises Kleve (Geldern, Issum, Kerken, Kevelaer, Straelen-Wachtendonk) verstärken in den Sommerferien ihre Zusammenarbeit. Bei der „Sommerkirche“ soll eine Pfarrperson möglichst zwei Gottesdienste an einem Sonntag feiern können. Dazu haben die Presbyterien der Kirchengemeinden ihre Gottesdienstzeiten aufeinander abgestimmt. Für die Kirchengemeinden bedeutet das, dass sich an den Sonntagen in den Sommerferien (04.07. bis 15.08.2021) Gottesdienstuhrzeiten verschieben können gefeiert wird. Mit der „Sommerkirche“ soll auch ausprobiert werden, wie das gemeindliche Leben möglich sein wird, wenn ab 2025 deutlich weniger Pfarrdienst in den einzelnen Gemeinden zur Verfügung stehen wird und die Gemeindearbeit mehr aufeinander abgestimmt werden muss. „In Kevelaer ist ein Gottesdienst um 9.30 Uhr statt wie gewohnt um 11.00 Uhr vielleicht ein sommerliches Angebot, um danach noch etwas unternehmen zu können“, sagt Pfarrerin Karin Dembek, die dann nicht nur in Kevelaer, sondern auch in Straelen-Wachtendonk und Kerken Gottesdienst feiern wird.

Uedem. Ein Garten für alle soll er werden. Das bislang wenig genutzte Stück Grün hinter der Kirche soll nun verstärkt zu Begegnungen einladen. Die Idee dazu hatten Gerrit Jansen und Theresa Laukens. Aufgewachsen in Uedem zog es sie zunächst nach Berlin, Jansen in den Bereich Marketing, Laukens studierte Germanistik und katholische Theologie. Beide kamen wieder zurück nach Uedem und brachten die Gemeinschaftsidee mit. Im Presbyterium der Kirchengemeinde stießen die jungen Vorsitzenden des Kurasch e.V. damit auf offene Ohren.

Um Antisemitismus als kulturelle Konstante und charakterliche Deformation geht es in einem digitalen Vortrag am Mittwoch, 23. Juni, 20 Uhr. Die Geschichte und gegenwärtige Ausprägungen des Anitsemitismus sind Themen, welche Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, mitbringt. "Antisemitische Stereotypen halten sich hartnäckig", sagt sie – in explitziten wie impliziten Äußerungen.

Annika van Beeck wird Jugendpresbyterin

Kleve. Es ist vielleicht nicht das Erste, was Jugendlichen in den Sinn kommt: Presbyter oder Presbyterin in der eigenen evangelischen Kirchengemeinde zu werden. Genau das möchte jedoch eine verbindliche Änderung der Kirchenordnung, welche die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland im Januar beschlossen hat. Das Stichwort lautet „Jugendpartizipation“, also die Teilnahme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Diskussions- und Entscheidungsprozessen in der evangelischen Kirche. Jugendpresbyter*innen sind dabei nicht nur für die Jugendfragen zuständig: Sie beraten und entscheiden (volljährig) alle Beschlüsse im Presbyterium mit. Das können auch Personalfragen, die Finanzen, der Gemeindegottesdienst, der Bau oder die Aufgabe von kirchlichen Gebäuden sein. Wer sich in seiner Kirchengemeinde mit seiner oder ihrer "jungen" Sichtweise einbringen will – das Presbyterium ist der entscheidende Ort dafür.

Kirchenkreis. Mutig sein, in einen neuen Gang schalten, das waren Stichworte während der digitalen Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve am Samstag. Die evangelische Kirche am linken unteren Niederrhein will gegen den Trend arbeiten. Denn der, so die Ergebnisse der „Projektion 2060“ verheißt nichts Gutes. Die Mitgliederstudie besagt, dass 2060 nur noch die Hälfte der jetzigen Gemeindeglieder zur ev. Kirche gehören könnten. Am Ende bewerteten viele der 85 Teilnehmenden die Synode als „motivierend“.

Uedem. Derzeit bereitet das Kulturbüro des Rates der EKD (Berlin) in zwanzig Orten in sieben Bundesländern das Projekt »Land:Gut2021« vor – ein Projekt, das von Klaus-Martin Bresgott im Kulturbüro des Rates der EKD initiiert wurde und wesentlich durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert wird. Bereits 2019 und 2020 war das Projekt »Landgut-Kulturgut« erfolgreich und hat etliche Initiativen fördern können.

Als einer der insgesamt zwanzig Orte bundesweit konnte das Projekt »Lebendiges Grün – der Gemeinschaftsgarten Uedem«, das Elisabeth Unger und Pfarrerin Irene Gierke seitens der Evangelischen Kirchengemeinde Uedem gemeinsam mit dem Kurasch e.V. in Form des Gemeinschaftsgartens Uedem mit Holzbühne, Sinnenparcours und Kräutergarten initiiert, überzeugen. Deswegen wurde es ausgewählt.

Präses Dr. Thorsten Latzel

Präses Dr. Thorsten Latzel gehört zu den Rednern der Synode

Kirchenkreis. Erneut tagt die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve online. Sie beginnt am Samstag, 12. Juni, ab 9 Uhr mit einem Videogottesdienst. Als zentrales Thema beschäftigt die Abgesandten aus 20 Kirchengemeinden und kreiskirchlichen Funktionen „Perspektiven einer zukunftsfähigen Gemeindearbeit“. Hintergrund sind die Ergebnisse einer von evangelischer und katholischer Kirche in Deutschland beauftragten Studie. Die "Projektion 2060" des Forschungszentrums Generationenverträge und des Instituts für Finanzwissenschaft und Sozialpolitik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg prognostiziert, dass die evangelische Kirche bis 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder und deutlich an Finanzkraft verliert. Einen Teil begründen demographische Entwicklungen, ein anderer Teil die bewusste Entscheidung von Menschen – für oder gegen die Kirchenmitgliedschaft.

"Alleine kann jede:r", sagt die Bäuerin eines Lernbauernhofes in Dortmund. „Wir bringen hier Kindern bei, zusammen zu arbeiten.“ Dieser Satz springt mich an! Stimmt das denn? Sind wir in unserer Gesellschaft so individualistisch drauf, dass wir das „Zusammen“ erst lernen müssen? Ja, das ist wohl so: wir sind eher ich-bezogen als wir-betont. Jede:r schmiedet ihr und sein eigenes Glück. Das prägt. Beispielsweise wollen viele von uns so lange wie möglich alleine zurechtkommen. Um Hilfe bitten, kostet Überwindung. Auf andere angewiesen sein, ist kein schönes Gefühl. Sich auf andere einlassen, mit ihnen zusammenarbeiten – so etwas kann superanstrengend sein. Lieber mache ich mein Ding alleine.

Düsseldorf. Als zu Beginn der Corona-Pandemie Kirchengebäude geschlossen wurden, sind viele Gemeinden zu Video-Streaming, Videoaufzeichnungen sowie Videokonferenzen gewechselt und haben Gottesdienste auf YouTube, Zoom, Facebook oder Instagram angeboten. Dies geschah ohne große Vorbereitungszeit; der Einstieg in digitale Gottesdienste musste schnell gehen. Dazu wurde 2020 eine erste große Nutzer*innen-Umfrage durchgeführt, jetzt gibt es eine Neuauflage dieser Umfrage.

Kleve. Ein Geburtstag und ein Ehejubiläum, wie sie schöner fast nicht sein konnten: Bei strahlendem Sonnenschein, warmen Temperaturen und mit einer nahezu 200 Menschen umfassenden Festgemeinde feierte die Ev. Kirchengemeinde Kleve mit Brüdern und Schwestern anderer Klever Gemeinden am Sonntag Geburtstag. Die Kleine Kirche an der Böllenstege – sie wurde auf den Sonntag Trinitatis genau vor 400 Jahren eingeweiht.