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Pfarrer Kölsch-Ricken macht Vakanzvertretung in Pfalzdorf.

Pfalzdorf. Liebe Leserinnen und Leser, seit 1. Februar bin ich Vakanzverwalter der Pfarrstelle in Pfalzdorf. Ich heiße Jens Kölsch-Ricken, das ist leicht zu merken: das eine ist ein Bier, das andere ein ehemaliger Fußballspieler. Ich bin Jahrgang 1965, aufgewachsen in Essen, nach Schule und Zivildienst studierte ich in Wuppertal, Basel und Bochum Ev. Theologie. Mein Vikariat habe ich bei meinem ehemaligen Religionslehrer an der Kresse- und Marktkirche in der Essener Innenstadt absolviert und die erste Pfarrstelle an der Versöhnungskirche im Essener Süden übernommen.

„Hilfe, Hilfe“, schallte es am Donnerstag durch das Verwaltungsamt. Nicht, weil wirklich was passiert wäre, sondern weil die Teilnehmenden des Erste-Hilfe Lehrgangs den Ernstfall probten. Mit Klaus von Suchodoletz, Mitarbeiter des DRK-Kreisverband Kleve-Geldern wurden verschiedene Verbände angelegt, die Reanimierung der Puppe „Little Ann“ geübt und Rudelbildungen diskutiert. Denn: Nichts ist schlimmer für Helfer und verletzte Personen, als eine Traube von Menschen, die nichts anderes tut, als sich über den Verletzten zu beugen. „Zwei bleiben zum Reanimieren, einer holt den Notarzt, einer was zu trinken, einer ein Kissen und ein sechster hält Leute davon ab, Unfall und Verletzte zu filmen“, gab Suchodoletz als Tipp. „Das muss dann nur einer in die Hand nehmen.“

"Was glauben andere“, lautete die Frage des Blauen Salon-Gesprächs im Februar. Michael Schuck, Pfarrer im Ruhestand, kennt Osman Güden, den Vorsitzenden der ezidischen Gemeinschaft in Kalkar bereits seit 32 Jahren. Damals als Islambeauftragter des Kirchenkreises war Schuck bei der Einweihung eines Gemeinschaftshauses zugegen. „Wir wussten damals noch nicht viel über die Eziden, geschweige denn über ihr spannungsreiches Verhältnis zum Islam“, so Schuck. Nun schreibt er seit fünf Jahren an einer umfassenden Güden-Biographie und moderierte zusammen mit Güden das „Gespräch im Blauen Salon“. In den Kreisen Kleve und Wesel leben rund 5.000 Eziden.

Ruanda/Weeze. Für etwas mehr als zwei Wochen ist er hier: Jean-Marie Irakabaho. Der Berater einer Tee-Fabrik in Ruanda besuchte am Wochenende den Gutsbetrieb Kalbeck in Weeze, wo er von Betriebsleiter Andreas Mesch willkommen geheißen wurde. Der Pfalzdorfer und seine Familie sind seit fast 10 Jahren über den Westdeutschen Förderkreis private Anleger bei Oikocredit. Seit 1975 ist Oikocredit eine international tätige Genossenschaft, welche Projekte im globalen Süden ermöglicht. Aktuell hat sie der Teefabrik in Ruanda mit einem Investitionskredit geholfen. „Bald geht es in der Teefabrik mit einer zweiten Produktionsstraße los“, berichtet Helmut Pojunke, Geschäftsführer des Westdeutschen Förderkreises, einem der Mitglieder von Oikocredit.

Goch. Am Mittwoch, 12. Februar, steht die Religion der Eziden im Mittelpunkt eines „Gesprächs im Blauen Salon“. Es beginnt um 15 Uhr im Haus der kreiskirchlichen Dienste an der Niersstraße 1 in Goch. Die Vorstellung des Ezidentums übernehmen Pfarrer i.R. Michael Schuck (Uedem) und Osman Güden, Vorsitzender der ezidischen Gemeinschaft in Kalkar. In Kontakt mit dem Ezidentum kam Pfarrer Michael Schuck 1988 als Islambeauftragter des Ev. Kirchenkreises Kleve. Ezidentum - eine eigenständige, ihm damals noch relativ unbekannte Religion, die mit dem Islam nichts zu tun hat. Die ezidische Religion ist alt, komplex und in vieler Hinsicht ungewöhnlich. Auf dem Kalkarer Gemeinschaftshaus der Eziden, Mala Ezdai, sind zwei Türme gebaut, die den Originaltürmen in Lalish (Südirak), dem Hauptheiligtum der Eziden, nachempfunden sind. Sie tragen in sich eine religiöse, speziell ezidische Botschaft. Sie stehen auf einer viereckigen Platte. Die Ecken entsprechen den vier Elementen: Sonne, Erde, Wasser und Luft. Eine siebeneckige Platte darüber entspricht den sieben Engeln, die Gott in sieben Schöpfungstagen schuf. Gespräche im Blauen Salon sind eine Veranstaltungsreihe der Erwachsenenbildung und der Fachgruppe Älterwerden im Ev. Kirchenkreis Kleve. Weitere Information und Anmeldung (bis zum 10. Februar) bei Sybille Schumann, Telefon 02823 / 9444-33 oder per E-Mail: sybille.schumann@ekir.de

Xanten. Judas, der „Verräter Jesu", ist Thema eines Ein-Personen-Stückes, das die Evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter mitten in der Passionszeit, am Freitag, 13. März, aufführen lässt. Der Schauspieler Bruno Lehan aus Koblenz verkörpert dabei die Person des Judas. Das Schauspiel stammt von Lot Vekemans und wurde aus dem Niederländischen übersetzt. Judas ist der Prototyp eines Verräters: Judas Iskarioth, lieferte Jesus aus Geldgier für 30 Silberlinge an seine Feinde aus und führte sie mit dem berühmten "Judaskuss" zu ihm. Weltweit steht Judas noch heute für Schlechtigkeit. Zeit also für eine Rehabilitation, zumindest aber für ein differenzierteres Bild dieser ambivalenten Persönlichkeit. Lot Vekemans „JUDAS“ versucht dies mit ungewohnten Sichtweisen auf die mythische Figur. Judas hat erstmals eine eigene Stimme, was ihm die Möglichkeit gibt, seine Motive und Ziele darzulegen. Er begeht einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen. Judas spricht das Publikum direkt an, erzählt seine eigene, unbekannte Geschichte der Verbindung und vielleicht sogar Freundschaft zwischen ihm und Jesus.

Pfalzdorf. Über die Tagung der Landessynode in Bad Neuenahr berichteten drei der insgesamt vier Landessynodalen des Ev. Kirchenkreises Kleve. Friedrich Graf zu Eulenburg, für den es die letzte Landessynode war, fand die Synode vergleichsweise wenig spektakulär. Denn das Thema Finanzen wurde bereits im September während einer Sondersynode beraten, die Wahl eines neuen Präses steht im Januar 2021 an. Das im Vorfeld oft diskutierte Thema „Einführung der neuen Finanzsoftware“ sei von der Kirchenleitung gut angegangen worden, so Superintendent Hans-Joachim Wefers. Präses Manfred Rekowski entschuldigte sich öffentlich für die im Einführungs-Prozess gemachten Fehler und die nun anliegenden Mehrkosten von rund 3,4 Millionen Euro. Die Kirchenleitung beauftragte einen Prüfbericht und formulierte eigene Konsequenzen.

Nierswalde. Mit einem Handschlag endete gestern der Dienst von Armin Rosen als Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Pfalzdorf.  Superintendent Hans Joachim Wefers entpflichtete Rosen damit offiziell von seinen Aufgaben und segnete ihn für die kommenden: Schulpfarrer am Berufskolleg Wesel. Er habe ein lachendes und ein weinendes Auge, so Wefers: „Die Gemeinde und der Kirchenkreis verlieren einen Pfarrer, der mit einer charismatischen Leichtigkeit über den Glauben reden kann.“  Andererseits bietet es der Kirchengemeinde neue Chancen mit einer/m neuen Pfarrer/in die Aufgaben anzugehen.

"Man lässt keinen Menschen ertrinken." Seit Jahren setzt sich die Evangelische Kirche im Rheinland gegen das Sterben im Mittelmeer und für die zivile Seenotrettung ein. Jetzt bat die Landessynode Anfang Januar die Kirchenkreise, Gemeinden, kirchlichen Institutionen und Werke, dem Bündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten“ beizutreten und dessen Spendenaktionen zu unterstützen. Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Xanten-Mörmter hat am 23. Januar beschlossen, dem Bündnis United4 Rescue beizutreten.

Pfalzdorf. Ähnlich nebelig war es auch beim Fototermin zu Beginn seiner Dienstzeit als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Pfalzdorf: Wenn Armin Rosen ab dem 1. Februar als Religionslehrer und Schulseelsorger am Berufskolleg Wesel beginnt, ist sein Start in Pfalzdorf neun Jahre her. Am Sonntag nimmt der gebürtige Xantener Abschied von der Gemeinde und wird im Gottesdienst in der ev. Kirche Nierswalde (15:30 Uhr) vom Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Kleve entpflichtet, sprich von seinem Amt entbunden.