tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/RotherSchaller.jpgFoto: Presbyter Helmut Rother und Pfarrerin Rahel Schaller vor dem Modell des neuen Hauses.

Es geht vorwärts mit dem neuen Begegnungshaus in Goch: „Die Tage des Gemeindehauses aus den frühen 1960er Jahren sind fast gezählt", berichteten Pfarrerin Rahel Schaller und Presbyter Helmut Rother am Dienstag. Auch wenn der Tag, an dem die Bagger anrücken, im 2. Halbjahr 2019 noch nicht genau feststeht, die Abrissgenehmigung wurde erteilt. Auch die Finanzierung ist gesichert. Durch Land und Bund kamen Zusagen in Höhe von 1,7 Millionen Euro, ein Großteil also der insgesamt veranschlagten 2,1 Millionen Euro Baukosten, die Gemeinde trägt einen Eigenanteil von 10 Prozent. Daran gebunden war die Entwicklung eines Konzepts. „Soziale Integration im Quartier" heißt das Ziel. Das „Begegnungshaus", so der Arbeitstitel, steht kirchlich und nichtkirchlich gebundenen Gruppen offen. „Schon jetzt haben wir beispielsweise das Reparaturcafé, Selbsthilfegruppen und eine Filmgruppe, die sich treffen", so Schaller.

Ein wichtiger Aspekt des Bauvorhabens ist die Transparenz, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. So soll nach dem Forum im Dezember 2017 nun am Donnerstag, 9. Mai, ein erstes „Quartierspalaver" stattfinden. Zwischen 18 und 21 Uhr können Interessierte sich im Gemeindehaus weiter über das Projekt informieren, Fragen stellen und Ideen einbringen. „Was ist wichtig für die Stadt", lautet die Grundfrage. Ganz aktuell stellen sich Fragen nach dem „Wie weiter?" der Gruppen. „Diese sollen wie gewohnt stattfinden" informierte Schaller, jedoch an unterschiedlichen Orten. Die Gemeinde ist dankbar, dass viele in der Stadt Hilfe zugesagt haben und Ausweichmöglichkeiten anbieten. Die katholische Pfarrgemeinde, die Diakonie, die freie evangelische Gemeinde, die Stadt Goch und der Ev. Kirchenkreis Kleve gehören bislang dazu.

Derzeit beschäftigt sich die Kirchengemeinde mit der Ausschreibung der Arbeiten an unterschiedliche Gewerke und notwendigen Abstimmungen mit vielen Behörden. Auf Erfahrungen mit dem Bau des Hauses der Diakonie kann zurückgegriffen werden. Notwendig ist der Neubau, da das bestehende Gemeindehaus nicht barrierefrei ist und energetisch eine Katastrophe. Mit Fertigstellung des neuen Hauses wird Ende 2020/Anfang 2021 gerechnet, mit rund einem Jahr Bauzeit. Im November 2019 ist ein zweites „Quartierspalaver" angedacht.

Zurück