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Viele Gehälter können in Partnerkirchen nicht mehr gezahlt werden

Düsseldorf/Bielefeld/Wuppertal (15. Juni 2020). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen sollen Kolleginnen und Kollegen in asiatischen und afrikanischen Partnerkirchen durch Spenden unterstützen. Bis zum Jahresende sollen die Gelder helfen, dass Mitarbeitende in den Kirchen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, finanziell über die Runden kommen.

„Viele Gehälter können dort nicht mehr gezahlt werden“
„Viele Gehälter können dort nicht mehr gezahlt werden, weil das kirchliche und schulische Leben (fast) zum Erliegen gekommen ist. Wenn keine Gottesdienste mehr stattfinden, werden auch Kollekten und Mitgliedsbeiträge der Gemeindeglieder nicht mehr eingesammelt. Und wo keine Schülerinnen und Schüler mehr sind, gibt es auch keine Schulgebühren“, heißt es in dem Spendenaufruf, den unter anderem Oberkirchenrätin Barbara Rudolph und Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller für die rheinische und für die westfälische Kirche unterschrieben haben. Das Finanzsystem der Kirchen sei fast völlig zusammengebrochen. Elementare Aufgaben wie die Gehaltszahlungen zum Monatsbeginn seien schwierig bis unmöglich. Pfarrerinnen, Lehrer und Angestellte in der Kirche stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie sorgen sich um die Menschen, für die sie arbeiten, und sind selber mit ihren eigenen Familien in Not.

Menschen sind durch Corona-Schutzmaßnahmen arbeitslos geworden
Viele Menschen in Afrika und Asien seien insbesondere durch die Schutzmaßnahmen arbeitslos geworden, könnten durch die Ausgangssperre nicht mehr ihre Felder bewirtschaften und ihren eigenen Verdienstmöglichkeiten nachgehen. „Der diakonische und seelsorgliche Einsatz ist in vielem vergleichbar mit dem, was unsere Kirche zurzeit tut, bis hin zu Online-Gottesdiensten. Aber der Einsatz geht darüber hinaus: Wenn wir lesen, dass z. B. neue Wasserstellen zum Händewaschen eingerichtet werden, oder Mehl, Mais und Öl an Familien verteilt werden, dann merken wir, wie sehr es in vielen Regionen an der Basisversorgung fehlt“, so die Initiatoren des Aufrufs.

Vereinte Evangelische Mission hat einen Hilfsfonds eingerichtet
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Sitz in Wuppertal hat mit finanzieller Unterstützung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland bereits einen Corona-Hilfsfonds eingerichtet. Die VEM übernimmt auch bei dieser Aktion kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Vergabe der eingehenden Unterstützung, achtet auf eine faire und gerechte Verteilung und hat hohe Standards zur Vermeidung von Misswirtschaft und Korruption. Das sei besonders in Krisenzeiten wichtig und garantiere, dass der gute Wille auch zu guter Hilfe werde.

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