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Trägerwechsel der evangelischen Kita zum 1. August
Issum. Nachdem die Mitarbeitenden vor zwei Wochen informiert wurden, hatte die Evangelische Kindertagesstätte Sonnenstrahl in Issum nun die Eltern eingeladen. Sie berichtete mit dem Träger über den bevorstehenden Wechsel. Zum 1. August übergibt die Evangelische Kirchengemeinde Issum die Trägerschaft an den Evangelischen Kirchenkreis Kleve. Gleichzeitig soll dies im Kirchenkreis Wesel mit den Kitas in Flüren und Brünen geschehen.
Pfarrerin Yvonne Brück begrüßte die anwesenden Eltern und Pfarrerin Rahel Schaller als Vertreterin des künftigen Trägers. „Wir möchten mit diesem Angebot Kirchengemeinden von den Aufgaben des Kita-Managements entlasten“, so die stellvertretende Superintendentin. Nicht nur der Umfang, sondern auch die fachlichen Anforderungen der Trägerschaft könne Presbyterien an ihre Grenzen bringen.
Birthe Capra ist seit Anfang des Jahres Leitung der neu geschaffenen Geschäftsstelle für die evangelischen Kindertagestätten in den Kirchenkreisen Kleve und Wesel. Sechs linksrheinische und elf rechtsrheinische Kindertagesstätten gehören dazu. Die ehemalige Fachberaterin der Kindertagesstätten bereitet die freiwilligen Trägerwechsel mit den Gemeinden vor.
„Das war sportlich“, gibt Capra zu, innerhalb weniger Monate wurden in Issum die notwendigen Gespräche mit allen Beteiligten, dem Landschaftsverband und dem Kreisjugendamt geführt, um die Betriebsübergabe vorzubereiten. Die Eltern werden nun gebeten, zu den geschlossenen Betreuungsverträgen eine Zusatzvereinbarung bezüglich des Trägerwechsels zu unterschreiben.
Ändern soll sich durch den Wechsel möglichst wenig. „Die Kindertagesstätten bleiben als wichtiger Teil des kirchlichen Gemeindelebens vor Ort erhalten, inklusive religionspädagogischer Angebote“, informierte Schaller. Die Arbeitsverträge der Mitarbeitenden werden mit dem neuen Träger zu den bisherigen Konditionen geschlossen.
Von den Eltern kamen einige Rückfragen, eine betraf die Personalsteuerung. Das wäre innerhalb eines Kirchenkreises zwar möglich, sei aber nicht Hauptanliegen des Trägers, so Schaller. „Bei echten Engpässen in einer Kita könnte bei einer anderen Kita um personelle Unterstützung gebeten werden“, ergänzte Capra. Für Kontinuität sprach sich die Elternvertretung aus, sie zeigte sich mit der Kindertagesstätte in Issum sehr zufrieden.
„Die Geschäftsstelle ist eine lernende Struktur, von der die nächsten Trägerwechsel profitieren können“, so Capra. Für 2027 gäbe es bereits in beiden Kirchenkreisen weitere Kirchengemeinden, die Interesse an dem Trägerwechsel signalisiert haben.