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Einweihung der neuen Räumlichkeiten am Sonntag

Brigitte Messerschmidt, Dr. Ralph Neugebauer und Beate Kempkens

Xanten. Da wird am Sonntag ein freudiges Aufatmen durch die neuen Reihen gehen: Die Evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter hat seit dem Frühjahr 2025 den Gemeindesaal komplett renovieren lassen und auch in der Kirche hat sich einiges geändert. Gemeindegruppen und die Jugend im EVAN mussten seitdem auf andere Räume in Xanten ausweichen, nun dürfen sie endlich zurückkommen. Ein großer Dank geht an die katholische Kirchengemeinde für die bereitwillige Hilfe und an Küsterin Jutta Beysiegel. Sie hat in den vergangenen Monaten unzählige Kisten gepackt und geschleppt.

Die mit der Planung 2022 beauftragte Architektin Beate Kempkens schilderte den Auftrag: „Einerseits ging es um die energetisch-technische Sanierung des Gemeindesaals. Andererseits ist die Idee der Gemeinde, sich offen auf Augenhöhe begegnen zu können.“ Der Saal ist nun in ein freundliches Weiß getaucht, wie bisher in der Mitte eine offene Trennwand. Zur Küche öffnet vom Saal eine Tür, die bei Bedarf auch geschlossen werden kann. Wer nach oben schaut, sieht das bislang unter der Decke verborgen gebliebene Sägezahndach (Sheddach). „Die Landeskirche hat den Gemeinden aufgegeben, möglichst klimaneutral zu bauen und zu sanieren“, so Dr. Ralph Neugebauer, Vorsitzender des Presbyteriums. Das ist mit der vorhandenen Substanz gelungen. Zudem versorgen drei neue Wärmepumpen die eingebaute Fußbodenheizung in Kirche und Gemeindesaal. Die Basis für die kommende Gemeindearbeit ist gelegt, für die Lebendigkeit sorgen die Gemeindeglieder und – auf Anfrage – externe Gruppen.

Der finanzielle Rahmen konnte gehalten werden, die rund 1,7 Millionen teure Maßnahme wurde größtenteils aus den aufgebauten Rücklagen der Gemeinde finanziert. 12.000 Euro an Spenden und 22.000 Euro vom LVR halfen. „Eine Punktlandung, die auch möglich war, weil wir uns von einigen Ideen verabschieden mussten“, so Kempkens. Die ursprüngliche Planung, die Küche noch näher an den Kirchraum zu setzen, diese und den Saal noch mehr mit der Kirche zu verzahnen, dafür war der Denkmalschutz nicht zu haben.

Eine große Neuerung bildet die Bestuhlung in der Kirche. Statt der bisherigen dunkelbraunen, festgeschraubten Kirchenbänke stehen dort nun kreisförmig über 100 Stühle. „Mehr Kommunikationsmöglichkeiten und ein Zusammen-Gefühl, statt dem bisherigen Nebeneinander“, findet Presbyterin Brigitte Messerschmidt. Natürlich lassen sich Stühle auch mal eben zu einem Kreis zusammenstellen. Die Rückseite jedes Stuhles ziert übrigens eine herausziehbare Ablage. Wer zum Abendmahl geht, kann dort das Gesangbuch deponieren. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Neugebauer. Bis Sonntag wird noch an Kleinigkeiten gearbeitet.

Am Sonntag beginnt der Festgottesdienst zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der evangelischen Kirche am Markt um 15 Uhr, es folgen Grußworte und Empfang im Gemeindesaal.

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