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Einfach heiraten war einfach schön!

Liebe und Segen, das gab es gestern bei "Einfach Heiraten" rund um die evangelische Kirche Böllenstege in Kleve in großer Fülle. 21 Paare aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus ließen sich segnen oder trauen. Sieben Pfarrerinnen und Pfarrer sowie eine Vikarin schafften für jedes Paar einen eigenen Moment, parallel in der Kirche und unter der großen Buche. Ob mit Anmeldung oder spontan, ob mit klassischer Kirchenmusik, Techno über eine Box oder Popmusik am Keyboard mit Gesang, alles passte unkompliziert. Viele Paare kamen mit kleinem Familienkreis oder ganz allein, es sollte IHR Moment werden. Tränchen des Glücks und der Rührung inklusive!

"Es war einfach wundervoll", sagte ein Brautpaar nach ihrer Trauung. "Vielen Dank, dass sie uns alle hier so freundlich empfangen haben." Es waren vor allem Paare gekommen, welche die 40 schon überschritten haben. Die entweder zum zweiten Mal heiraten wollten oder die kirchliche Trauung lange nach dem Standesamt nachholen wollten. "Die haben wir damals groß gefeiert", erinnert sich eine andere Braut: "Diese Hochzeit sollte nur für uns sein." Einige Paare haben im Leben schon einiges mitgemacht, erzählen sie, "wir wollen uns einfach nochmal unsere Beziehung segnen lassen." Oder sie haben sich erst vor wenigen Monaten kennengelernt und wollten eben schnell heiraten, weil sie sich sicher sind den oder die richtige gefunden zu haben. Für einige Familienangehörige wird es eine Überraschung sein, nicht alle haben im Vorfeld davon erzählt.

Für die Pfarrerinnen und Pfarrer war der Tag nicht nur wegen der Hitze sportlich. Haben sie normalerweise Zeit, sich eine Trauansprache zu überlegen, ein oder mehrere Traugespräche zu führen, mussten gestern 15-20 Minuten Vorgespräch reichen. Auch die vollwertige Hochzeit fand in einer verkürzten Form statt. Selbst gewählte Eingangs- und Ausgangslieder, Ansprache, Trauspruch, Segnung, Vaterunser. "Es klappt gut, aber die Ansprache sind 15 Minuten Improvisation", berichtet Vikarin Cristina Kielich. "Ja spannend ist das", ergänzt Pfarrerin Sabine Jordan Schöler. "Erstaunlich, wie schnell man trotz der kurzen Zeit eine Bindung zu den Menschen aufbauen kann und sie aus ihrem Leben erzählen" meint Kielich.

Zwei Kirchenmusikerinnen und zwei Kirchenmusiker aus dem Kirchenkreis sorgten mit für die schöne Stimmung in Kleve. Die Paare konnten sowohl Musik selber mitbringen als auch aus einer Liste auswählen. Namikas "Lieblingsmensch" gehörte zu den Favoriten ebenso "Halleluja" von Leonhard Cohen. Gottes Segen ist wie ein Schirm, unter den ganz viele Menschen passen. Das hat am Samstag viele glücklich gemacht.

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