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Brückentag – Himmelfahrtsgottesdienst im Trockenen
Kerken. Obwohl sprichwörtlich nur der April macht, was er will, blieb das Wetter an Himmelfahrt unbeständig. So fiel die Entscheidung am Vortag, den kreiskirchlichen Gottesdienst vom Bürgerpark doch in die Kirche zu verlegen. Über 100 Besucherinnen und Besucher füllten die Stuhlreihen in Nieukerk.
Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes teilten sich die Organistin Franziska Helfenbein mit dem Posaunenchor der Kirchengemeinde, unter der Leitung von Dr. Marius Gras. Pfarrerin Karin Latour und Pfarrer Holstein begrüßten die Himmelfahrtsgemeinde und freuten sich, dass sich so viele aus den Gemeinden des Kirchenkreises auf den Weg gemacht hatten. „Begrüßen sie sich erst gegenseitig“, ermunterten beide zum Anfang, so kamen alle Sitznachbarn ohne Umschweife in Kontakt.
„Bei der Vorbereitung haben wir Menschen gefragt, was sie mit Himmelfahrt verbinden. Vatertag, langes Wochenende, unterwegs sein, die Nähe von Himmel und Erde sowie Brückentag kamen dabei heraus. Auch wenn der eigentliche Brückentag erst morgen ist, sprach uns das an“, so Holstein. Himmelfahrt ist eine Brücke von der Erde zum Himmel, auf der uns Gott entgegenkommt.
„Gott sorgt sich nicht nur um den Himmel, sondern sieht auch meine Schritte hier auf Erden,“ hieß es im gemeinsam gebeten Psalm 121. Das Tagesgebet ergänzte: „Lass den Himmel dort anfangen, wo wir Menschen uns mit offenen Herzen begegnen.“
Im Predigtteil luden Pfarrerin Stroband-Latour und Pfarrer Holstein zu Murmelgruppen ein. Über drei verschiedene Bibelstellen wurde sich in den Sitzreihen angeregt unterhalten (Brücken zum neuen Leben, das Gleichnis vom klugen Hausbau und Die Heilung am Teich Bethesda). „Jesus hilft uns Brücken zu bauen über die Dinge, die im Argen liegen, wie Einsamkeit und Mutlosigkeit“, fasste Stroband-Latour zusammen. „Jedes Brückenprojekt fängt mit einem ersten Spatenstich an und gelingt, wenn ich weiß – da will ich hin“, zitierte Stroband-Latour zum Schluss Gerhard Engelsberger.