Arbeit statt Erwerbslosigkeit finanzieren

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Programm

Einstiegsimpuls zum Thema
Lena Becher, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISAM – Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz

Diskussionsteilnehmende: Elke Buttkereit (SPD), Kerstin Radomski (CDU) – angefragt, Ulle Schauws (Bündnis 90 / Die Grünen), Manfred Büddemann (Die Linke), Florian Ott (FDP)

Moderation: Dieter Zisenis, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein

Veranstaltungsort: Fabrik Heeder, Großer Saal, Virchowstraße 130, 47805 Krefeld

Die Langzeiterwerbslosigkeit verfestigt sich an vielen Orten. Waren beispielsweise in Krefeld im Februar 2012 14.097 Menschen langzeiterwerbslos, so waren es im Februar 2017 14.420 Menschen im Langzeitbezug. Die Zahlen machen zwei Dinge deutlich: Die Stadt hat mit einem Strukturwandel zu kämpfen und der Kampf gegen die Langzeiterwerbslosigkeit ist bislang extrem erfolglos. Ein Grund ist, dass der Wandel von einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft zu einem massiven Abbau von Helferstellen geführt hat, die von der neuen dienstleistungsgeprägten Wirtschaft in keiner Weise ersetzt wurden. Hinzu kommt, dass seit 2009 die Mittel für öffentlich geförderte Beschäftigung um 73 Prozent reduziert wurden. Die Mittel für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im „sozialen Arbeitsmarkt" wurden sogar um 89 Prozent verringert. Diese „aktive Arbeitsmarktpolitik" unterstützt die verheerende Wirkung von dauerhafter Erwerbslosigkeit, deren Auswirkungen in den Kommunen deutlich zu beobachten sind. Diese Entwicklung verschärft die sozialen Ungleichheiten.
Wie lässt sich dagegen steuern? Welche arbeitsmarktpolitischen Instrumente braucht
es, damit ein sozialer Arbeitsmarkt auch auf kommunaler Ebene dauerhaft funktionstüchtig sein kann? Wie kann dem Argument begegnet werden, bestehende Arbeitsplätze drohten einem möglichen „sozialen Arbeitsmarkt" zum Opfer zu fallen? Ist der „soziale Arbeitsmarkt" der „Weisheit letzter Schluss"? Welche weiteren unterstützenden Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind nötig, damit die betroffenen Menschen den Anforderung der neuen Dienstleistungsgesellschaft gerecht werden können?
Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl am 24. September 2017 wird den Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis 114 Krefeld II – Wesel II Gelegenheit gegeben, ihre Positionen zum Thema „Öffentlich geförderte Beschäftigung – Sozialer Arbeitsmarkt – Perspektiven für Langzeiterwerbslose und LangzeitleistungsbezieherInnen" vorzustellen und zu diskutieren.

Eine Veranstaltung in Kooperation von
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung e.V. Bezirksverband Mittlerer Niederrhein, Ökumenisches Arbeitslosenzentrum Krefeld-Meerbusch e.V.

Ansprechpartner
KDA-Pfarrer Jürgen Widera
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Duisburg-Niederrhein
Am Burgacker 14-16, 47051 Duisburg
Tel. 0203 2951-3170
kda@kirche-duisburg.de
www.ev-laboratorium.de

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