Gottesdienst nimmt Geschichte der Grenzregion auf

Der Ökumenische Landgottesdienst der Kirchenkreise und Kreisdekanate Kleve und Wesel startet in diesem Jahr in der Kapelle der Wasserburg in Kleve-Rindern, Wasserburgallee 120. Der Gottesdienst beginnt am Dienstag, 12. Juni, um 20 Uhr. Ein ökumenisch besetztes Vorbereitungsteam stellte ihn unter das Psalmwort „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern". Der Gottesdienst nimmt die Grenzregion und ihre Geschichte in den Blick: Gerade aus der Erfahrung und dem Eindruck zweier Weltkriege entstanden vermehrt Bildungseinrichtungen – Landvolkshochschulen. Mehr Bildung sollte der Schlüssel sein zu mehr Wohlstand und Weltoffenheit. Über die Grenze und zum Hier und Heute geht der Blick mit einem Gast aus Groesbeek: Der Direktor des dortigen Bevrijdingsmuseums, Drs. Wiel P. H. Lenders trägt zum Gottesdienst ebenso bei wie der Direktor der Wasserburg, Dr. Kurt Kreiten und Jürgen Widera, Pfarrer des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt Duisburg-Niederrhein.

Nach dem Beginn in der Kapelle ziehen die Besucherinnen und Besucher weiter zum Hof Siebers, rund einen Kilometer von der Kapelle entfernt. Dort findet der liturgische Abschluss statt. Den gesamten Gottesdienst begleiten die „Point Singers" unter der Leitung von Mick Michels aus Kleve. Die Landfrauen halten im Anschluss an den Gottesdienst einen Imbiss bereit.

Info Landgottesdienst
Federführend begleitet der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt Duisburg/Niederrhein den Gottesdienst, den es seit dem Jahr 2000 gibt. Anlass für den zunächst einmalig gedachten Landgottesdienst war die damalige BSE-Krise in der Landwirtschaft. Kirche stellte sich an die Seite der gebeutelten Landwirtschaft. Der Landgottesdienst wird getragen und vorbereitet von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde vor Ort, den Kirchenkreisen und Kreisdekanaten Wesel und Kleve, Pfarrer Jürgen Widera (Kreiskirchlicher Dienst in der Arbeitswelt), der katholischen Landvolkbewegung (Diözesanpräses Bernd Hante) und der Landfrauenbewegung.

Info Wasserburg:
Als Katholische Landvolksschule im September 1949 gegründet, firmiert die Wasserburg Rindern nun als Katholisches Bildungszentrum des Bistums Münster. Pro Jahr sind dort über 18.000 Menschen zu Gast und nehmen an einer von rund 700 Veranstaltungen teil. Das Haus bietet rund 100 Personen eine Übernachtungsmöglichkeit. Das Haupthaus hat seinen Ursprung im Jahre 1654, mit Hauskapelle, Flachbau, Forum, Seitenflügel und Bistro folgten Erweiterungen und Umbauten.

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