tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/VK50Pistorius.jpgViele Gratulanten kamen und Gemeindeglieder feierten den 50. Geburtstag ihrer Versöhnungskirche. Ob der lange Turm nun ein „mahnender Fingerzeig Gottes" ist oder einfach nur ein das Stadtbild prägendes Gebäude, es ist die Heimat der sich versammelnden Gemeinde seit 50 Jahren. Zum Fest predigte Vizepräses der rheinischen Kirche, Christoph Pistorius (Bild).

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tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/VK50TescheBand.jpgKantor Thomas Tesche hatte für das Jubiläum ein Quintett zusammengestellt, das die Gemeinde und die liturgischen Gesänge sehr jazzig begleitete. So erklang das Adventlied „Die Nacht ist vorgedrungen" gar nicht mehr so melancholisch. Warum die Gemeinde ihre Kirche rund um den dritten Advent einweihte, ist nicht überliefert. Wohl aber werden sie wie die Festgemeinde am Sonntag die dritte Adventskerze angezündet haben. Zuvor war die Gemeinde aus der „Notkirche" ausgezogen, die den Klevern 20 Jahre bis 1967 Unterschlupf geboten hatte.

Hören durften die Anwesenden die vier Glocken im Turm, sie tragen alle verschiedene Bibelverse und erklingen in G, B, C und Es. Die größte unter ihnen trägt den kirchennamensstiftenden Vers „Lasst euch versöhnen mit Gott". Der Vizepräses der rheinischen Kirche, Christoph Pistorius nahm sich in seiner Predigt die Versöhnung vor: "Während heutzutage nur wenige Menschen das Bedürfnis zu haben scheinen, sich mit Gott zu versöhnen, vielleicht auch keine Notwendigkeit sehen, ist dafür auch das Gottesbild entscheidend." Haben die Menschen vor der Reformation Gott vor allem gefürchtet, so würden wir heute doch eher an den liebenden, gütigen und gnädigen Gott glauben. „Versöhnung sollte man nicht zu schnell aussprechen, es ist mehr ein Weg, den es anzunehmen gilt", so Pistorius. Er nahm ein Geschenk mit nach Düsseldorf, eine Packung „Klever Kaffee".

Mit Psalm 84 grüßte Superintendent Hans-Joachim Wefers für den Kirchenkreis die Gemeinde. Dieser beschriebe, wie ein Tempel, ein Ort wie die Versöhnungskirche, ein Sehnsuchtsort und ein Zufluchtsort für Menschen ist. Das Jubiläum sei eine Gelegenheit, Respekt zu zeigen vor dem, was Menschen vor 50 Jahren geschaffen haben. Wefers beglückwünschte die Gemeinde zu dem Festprogramm.

Bürgermeisterin Sonja Northing gratulierte im Namen der Bürgerschaft Kleve und erinnerte an zwei schöne ökumenische Freiluftgottesdienste, welche die Gemeinde in diesem Jahr gefeiert habe. Die Kirche ist ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft, Northing möchte das gute Miteinander von Stadt und Kirchengemeinde weiter fortsetzen.

„Bereits als junger Mensch habe ich am Heiligabend immer gerne die Christvesper in der Versöhnungskirche um 23 Uhr besucht", grüßte für die katholischen Brüder und Schwestern in Kleve Diakon Michael Rübo. Er erinnerte daran, dass „Katholiken und Protestanten in Kleve sich bereits seit den 1960er Jahren in Initiativen gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt haben und auch in politischen Fragen gemeinsam aktiv waren.

Die Ev. Stadtmission ließ von Pfarrer Martin Schell ein Grußwort vortragen, in dem sie durch ein gutes Miteinander weiterhin ein Segen für die Menschen in Kleve sein wollen.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/VK50Umbau2.jpgNeugierig schauten sich die Klever die Entwürfe der fünf Architektenbüros an, welche sich in einem Wettbewerb um den Umbau von Gemeindehaus und Effa Gedanken gemacht hatten. Vorgestellt wurden alle Beiträge, darunter natürlich auch der Entwurf vom Büro Lepel und Lepel aus Köln. Er wird nun Umsetzung finden. Presbyter Manfred Lichtenberger stand bereit für den geschichtlichen Rückblick mit einer kleinen Ausstellung. Unter anderem präsentierte er ein in Kleve gedrucktes Gesangbuch, verlegt 1779. Selbst eines der Kirchenfenster der Notkirche hatten die Klever aufgebaut, eine wertvolle Erinnerung. Kirchenclowninnen – auf der Bühne des Lebens – bildeten nach einem gemütlichen Teil den unterhaltsamen Abschluss des Tages.

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