Seit Anfang Juni hat der Evangelische Kirchenkreis Kleve eine neue Jugendreferentin: Kristin Kösters –Welter. Sie tritt die Nachfolge von Bert Walther an, der nun die Jugendarbeit im Kirchenkreis An der Ruhr – Mülheim verantwortet. Die neue Kollegin befragte Stefan Schmelting.

Sie sind die neue Jugendreferentin, stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Kristin Kösters-Welter und ich bin 27 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in Goch, wollte dann nach meinem Abitur etwas von der Welt sehen und wohne nun mit meiner Tochter (2) im schönen Pfalzdorf.

Was gefällt Ihnen an der Jugendarbeit?

Ich sehe die Jugendarbeit der evangelischen Kirche als wichtigen Ort, an dem die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. Hier wird jede/-r angenommen, wie sie/er ist und darf sich ausprobieren. Wer will, kann und soll Verantwortungen übernehmen– und darf dabei durchaus auch mal scheitern. Durch alle Angebote können die Jugendlichen etwas über das menschliche und gesellschaftliche Miteinander, aber auch über sich selbst lernen. Ich selbst wäre nicht so wie ich bin, wenn ich diese positiven Erfahrungen nicht auch in der Jugendarbeit hätte machen können.

Was haben Sie studiert, was haben Sie vorher gemacht?

Ich habe im schönen Fulda Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen studiert. Doch vor meinem Studium habe ich hauptamtlich bei zwei Kirchentagen mitgearbeitet und dort einige Kenntnisse sammeln können. Ansonsten hat es mich immer wieder in die Ferne gezogen, sodass ich einen Freiwilligendienst in Südafrika und ein Auslandssemester in Budapest gemacht habe. Nach Abschluss meines Studiums hat es mich nun wieder in meine Heimat, den linken unteren Niederrhein, verschlagen.

Waren/sind sie bei „kirchens" ehrenamtlich aktiv?

Ja! Nach meiner Konfirmation im Jahr 2003 bis zum Abitur 2009 war ich im Helferkreis der Kirchengemeinde Goch aktiv und habe viele tolle Erfahrungen gemacht. Ich hoffe, dass auch die jetzigen und zukünftigen Jugendlichen solche Erfahrungen machen können – und dass ich dies durch meine Arbeit unterstützen kann.

Was sind Hobbys/Interessen?

Ich mache gerne Musik – auch wenn das außer meiner Tochter wahrscheinlich niemand hören möchte. Und die Zeit mit meiner Tochter steht natürlich an oberster Stelle in meiner Freizeitgestaltung.

Sie sind schon vorher auch mit dem Kirchenkreis in Berührung gekommen...

Als aktive Jugendliche im Gocher Helferkreis hatte ich 2007/2008 die unglaublich tolle Möglichkeit, am Jugendaustausch mit unserem Partnerkirchenkreis in Silindung/Indonesien teilzunehmen. Da gab es für mich zum ersten Mal bewusst Kontakt zum Kirchenkreis und dem Jugendreferat.

Wie waren die ersten Tage und was sind die ersten Projekte, was wollen Sie angehen?

Ich bin überall sehr herzlich empfangen worden – in den Gemeinden spricht sich gerade erst rum, dass ich da bin und ich freue mich über jede Nachricht und alle Anrufe, die mich erreichen. Zurzeit versuche ich eben noch viel Kontakte und Informationen zu sammeln. Dazu gehört es natürlich auch, erst einmal die Gemeinden, deren Jugendarbeit und die darin involvierten Menschen kennenzulernen. Das ist total spannend und macht viel Freude!
Grundsätzlich hoffe ich, neue Anregungen und Ideen für die Organisation, aber auch für die inhaltliche Arbeit mit Jugendlichen geben zu können. Ebenso wichtig ist die Schulung von Haupt- und Ehrenamtlichen in dem Bereich. Ich bin gespannt, wo der Synodale Jugendausschuss den Schwerpunkt meiner Arbeit sieht und welche Ideen wir gemeinsam entwickeln können.

Wo, wie und wann können Menschen Sie erreichen?

Ich verbringe gerade noch recht viel Zeit im Büro an der Niersstraße in Goch, doch der ein oder andere Termin außerhalb steht auch in meinem Kalender. Wenn Sie mich während der Woche nicht direkt persönlich antreffen, bin ich telefonisch unter 02823-94 44 35 und per E-Mail koesters-welter@kirchenkreis-kleve.de ebenfalls erreichbar  – ich melde mich dann schnellstmöglich zurück.

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