Als Hauptthema der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve diskutieren Mitglieder und Gäste das Verhältnis zum Islam. Hintergrund ist die kommende Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Auf ihr soll es im Januar 2018 einen Beschluss geben, der das Verhältnis zum Islam näher beschreibt. Eine Handreichung gibt es dazu bereits: „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen", heißt ihr Titel. „Ich finde es sinnvoll, dass wir als Kirchenkreis uns Meinungen bilden, die wir auf der Landessynode vertreten können", so Superintendent Pfarrer Hans-Joachim Wefers. Er leitet die Synode am Samstag, 10. Juni, in der Kirchengemeinde Issum. Die Tagung beginnt mit einem Abendmahlgottesdienst in der Kirche um 9 Uhr, es predigt Pfarrer Hans-Joachim Wefers. Die Synode wird dann im Gemeindehaus fortgesetzt.

Zwei islamische Gastrednerinnen geben zunächst Einblicke in den Islam: Nigar Yardim ist unter anderem Frauen- und Integrationsbeauftrage des Verbandes der Islamischen Kulturzentren Köln, sie spricht ab 11:40 Uhr zum Thema „Muslimisches Leben in Deutschland".

Gülseren Yazaydin, Studentin in Bielefeld und wohnhaft in Geldern, stellt das „Muslimische Leben vor Ort" in den Mittelpunkt ihres Vortrags ab 12:10 Uhr.

Dr. Ilka Werner, die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Superintendentin des Kirchenkreises Solingen, schließt sich nach der Mittagspause an: „Christsein in Zeiten des Dialogs mit Muslimen". Anschließend folgt eine Diskussion im Plenum. Die Synode tagt öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen, können jedoch nicht unmittelbar an der Diskussion teilnehmen.

Des Weiteren diskutiert die Synode einen Beschlussvorschlag, der die Forderungen der evangelischen Landeskirchen in NRW und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe hinsichtlich einer auskömmlichen Finanzierung der Kindertagestätten in NRW unterstützt.

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