In indonesischer und englischer Sprache hat Mika Purba schon gepredigt, nun kommen deutsche Predigten dazu. Am gestrigen Sonntag wurde Pfarrerin Mika Purba von Pfarrerin Schaller in Stellvertretung des Superintendenten als ökumenische Mitarbeiterin eingeführt. In der Heilig-Geist-Kirche stimmte der „Chor der indonesischen Freundinnen und Freunde" die Gemeinde ein: Der Refrain des Liedes „Somba ma Jahowa, Debatanta" ließ sich gut mitsingen. Mit je einem Drittel für die Kirchengemeinde Geldern, den Kirchenkreis und die Vereinte Evangelische Mission ist Purba nun tätig. Ein bunter Gemischtwarenladen also, wobei der missionarische Gedanke, mit der guten Nachricht Jung und Alt zu begeistern, im Vordergrund steht.

Missionar Ludwig I. Nommensen reiste 1861 von der Rheinischen Mission aus in das indonesische Silindungtal. Selbst von einer schweren Krankheit im Bein geheilt, versprach er im Gebet, aus westlicher Sicht „Nicht-Gläubige" zu missionieren. Das Missionsverständnis hat sich mit den Zeiten geändert und wir können nun von der Indonesierin Purba hören und lernen. So ist längst nicht alles gut in Deutschland und der Kirche. „Viele Gemeindeglieder gehen nicht in den Gottesdienst" bemerkte Purba relativ schnell. In Indonesien würde man sich zudem gerne von Freunden spontan besuchen, überraschen lassen. „In Deutschland braucht man für alle Treffen einen Termin", fiel der weitgereisten Pfarrerin in den ersten Monaten hier auf. Selbst bei Krankheiten, die bekanntlich unangekündigt kommen, brauche man einen Termin bei einem Arzt.

Purba ist nun für die kommenden zweieinhalb Jahre hier, mit der Aussicht auf Verlängerung. Im Kirchenkreis wird sie sich vor allem der Partnerschaftsarbeit annehmen. Für ihren Auftrag als ökumenische Mitarbeiterin wünschten ihr viele Menschen alles Gute:

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph für die Landeskirche, Bürgermeister Sven Kaiser, Jörg Spitzer Vereinte Evangelische Mission, Fachausschussvorsitzende Silindung Elisabeth Unger, Pfarrerin Martje Mechels und Ariane Stedtfeld Gemeindedienst Mission und Ökumene und eine Weggefährtin aus dem Kirchenkreis Steinfurt-Borken-Coesfeld.

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